Eine mehrachsige CNC-Drehmaschine kombiniert Drehen mit Fräsen, Bohren und Fräsvorgängen unter Verwendung von 4 oder mehr Achsen (X, Z, Y, C und manchmal B-Achse), was komplexe Merkmale an runden Teilen in einer einzigen Aufspannung ermöglicht. Sie bietet hohe Effizienz für komplexe radiale Designs, reduziert die Rüstzeiten um 50–70 %, erreicht Toleranzen von ±0,001 Zoll und ist ideal für Luft- und Raumfahrt-, Medizin- und Automobilkomponenten, die eine mehrseitige Bearbeitung erfordern.
Wie funktioniert eine Mehrachsen-CNC-Drehmaschine?
Eine Mehrachsen-CNC-Drehmaschine arbeitet mit vier oder mehr simultanen Achsen: X-Achse (horizontale Werkzeugbewegung), Z-Achse (Längsbewegung entlang des Werkstücks), Y-Achse (vertikaler Versatz für außermittiges Fräsen) und A-Achse oder C-Achse (rotierende Werkstückrotation). Dies ermöglicht den Zugang der Schneidwerkzeuge zu mehreren Winkeln ohne Neupositionierung.
Eine Mehrachsen-CNC-Drehmaschine koordiniert gleichzeitig die X-, Y-, Z- und Rotations-A/C-Achsen. Das Werkstück rotiert, während angetriebene Werkzeuge außermittige Merkmale fräsen, bohren oder gewindeschneiden. Dieser Ansatz mit einer einzigen Aufspannung eliminiert Fehler beim Umspannen und ermöglicht komplexe radiale Geometrien wie Querbohrungen, Flächen und Spiralnuten.
Die Hinzufügung der Y-Achse ermöglicht einen vertikalen Versatz, der exzentrisches Fräsen und Konturieren ermöglicht, was bei 3-Achsen-Drehmaschinen unmöglich ist. Die C-Achsensteuerung bietet eine präzise Winkelpositionierung für Indexieroperationen. Angetriebene Werkzeuge im Revolver ermöglichen Frässpindeloperationen, während die Hauptspindel stoppt, was die Fähigkeiten über das traditionelle Drehen hinaus erweitert.
Moderne Mehrachsen-Drehmaschinen integrieren Gegenspindeln für die Rückseitenbearbeitung, Doppelrevolver für simultanes Schneiden und Stangenlader für die Automatisierung. Steuerungssysteme wie Fanuc, Mitsubishi oder Siemens koordinieren komplexe Werkzeugwege mit einer Auflösung von 0,0001 Zoll. Diese Integration reduziert die Zykluszeiten durch parallele Operationen.